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Gefahrgut-Übung mit überregionaler Beteiligung

Gefahrgüter, speziell chemische Gefahrgüter werden in der Industrie in großen Mengen eingesetzt und müssen per Pipeline, Bahn, LKW oder Schiff transportiert werden. Dabei kann auch schon mal "etwas schief gehen". Die Presse berichtete ja in letzter Zeit oft über Unfälle oder Störfälle mit Chemikalien. Für die Gefahrenabwehr in solchen Situationen gibt es im Kreis Offenbach detailliert ausgearbeitete Konzepte, spezialiserte Feuerwehrstandorte und eine übergreifende Kooperation mit den Nachbarkreisen. Denn zum einen halten sich Gefahrgüter nun mal nicht an Kreisgrenzen und zum anderen ist es sinnvoll und kostensparend, auf die Kapazitäten der Nachbarn zugreifen zu können. Das effiziente Zusammenspiel von verschiedenen Feuerwehren, Diensten, Kreisen und Organisationen ist in solchen Situationen entscheidend für den Schutz der Bevölkerung und den Einsatzerfolg.

Dieses Zusammenspiel wurde in einer grossen Gefahrgut-Übung am Samstag, den 16. August auf die Probe gestellt. Die Freiwilligen Feuerwehren aus Hainburg, Langen, Neu-Isenburg, Oberroden, Offenbach-Bieber, Rüsselsheim und Darmstadt-Dieburg, die Berufsfeuerwehr Offenbach, das DRK und die Chemie-Fachberater des Kreises trafen sich in Klein-Welzheim. Dort war auf dem Festplatz ein Übungs-Container der Alessa-Chemie aus Offenbach aufgebaut, mit dem verschiedene Arten von Störungen und Freisetzungen von Chemikalien realistisch simuliert werden können. Die angenommene Lage bestand in der unkontrollierten Freisetzung einiger tausend Liter hochkonzentrierter Salpetersäure aus einem Behälter. Die Übung bestand aus mehreren parallel abzuarbeitenden Aufgabenbereichen: Bekämpfung der eigentlichen Störung, Dekontamination, Rettung/Versorgung Verletzter, Feststellung der räumlichen Ausbreitung und der Gefährdungsgrenzen durch Messungen. 

Ab 10:00 übten deutlich über einhundert Rettungskräfte das planvolle Abarbeiten dieser Aufgaben. Feuerwehrleute im Chemieschutz-Anzug übten die Bekämpfung und Eindämmung von Störfällen. Ergänzend dazu wurden die vorhandenen Einrichtungen zur Dekontamination (Entgiftung) von Personen und Fahrzeugen aufgebaut und in Betrieb genommen. Parallel dazu wurden fünf Messtrupps in der Umgebung eingesetzt, um Navigation, Kommunkation, Probennahme und Stoffbestimmung in einer möglichst realistischen Form zu erproben. Die Besatzung des ELW der Feuerwehr Hainstadt hatte hier als Messleitfahrzeug alle Hände voll zu tun, all diese Vorgänge zu führen, zu koordinieren und zu protokollieren.

Gegen 13:00 wurde die Übung beendet. Kreisbrandinspektor Ralf Ackermann gratulierte Übungsleiter Werner Merget zu der gelungenen Übung und bedankte sich bei den eingesetzten Kräften für ihr Engagement. Die Übung zeigte eindrucksvoll das Potential der Gefahrgut-Züge und wie schnell auf eine kompexe Situation qualifiziert reagiert werden kann.      

 
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